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Sehr alt sind auch schon die Verordnungen gegen Feuersgefahr. Schon in der Stadtordnung von 1481 heißt es: "Item soll keiner Heu, Stroh oder Flach (auch die Freien-Adligen) in seine Behausung thun, als er in 2 oder 3 Nächten verzehren kann". Infolge dieser Verordnung entstanden die beiden Scheuergassen, eine vor dem Unter-, die andere vor dem Obertor (heute: Hohl, d. Verf.)"

In der Stadtordnung von 1710 heißt es im §3 fernerhin: "Es soll sowohl unter dem Rathaus als auch auf dem Berg gute Feuerleitern und Haken parat gehalten werde, auch Spritzen und lederne Eimer. Die Feuerstätten sollen durch den Statschultheiß, alten und neuen Bürgermeister, jährlich wenigstens dreimal besichtigt werden.  Wenn jemand Heu oder Stroh oder dergleichen den Feuerstätten zu nahe liegen hatte, solle er mit 15 Albus bestraft werden. Auch soll keinem erlaubt sein, Flach, Hanf, Heu oder Stroh in die Behausung zu legen, außer an Futter soviel, als mit dem Vieh in zwei oder drei Nächten erätzet werden kann. Jeder Bürger sei gehalten, eine tüchtige Laterne zum Gebrauch in Ställen im Hause zu haben und solche auf Verlangen vorzuzeigen."

Alle diese Bestimmungen wurden peinlich genau kontrolliert und bei Verstoß dagegen geahndet. So wurde z.B. Ludwig Zehrweck 1774 mit 2 Pfd. bestraft, weil er in seinem Haus alle Kammern voll Heu und Stroh gehabt, als seine Feuerstätte besichtigt wurde. 1775 wurde Georg Daniel Mentzer mit 1 Pfd. bestraft, weil er bei Besichtigung der Feuerstätten Holz auf dem Ofenloch gedörrt hatte.

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